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Krankenversicherung – es wird noch teurer

Von Volker Tietz | 22.Juni 2010

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“Insgesamt werden die Zusatzbeiträge oder das Volumen sicherlich steigen”, zitiert die Agentur Reuters den CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn. Eigentlich egal, wer Gesundheitsminister ist – Philipp Rösler (FDP) oder seine Vorgängerin Ulla Schmidt (SPD). Gefühlt doktern sie anfangs mutig herum, müssen dann aber feststellen, dass es sich hierbei um ein Milliardengeschäft handelt.

In so einem Umfeld sind die Bestrebungen der Lobbyisten ebenso zwangsläufig wie steigende Gesundheitskosten. Auch wenn die Beschwichtigungen der Politiker darauf zielen, dass Geringverdiener nicht zusätzlich belastet werden – es löst nicht das generelle Problem.

Im kommenden Jahr droht ein Defizit von elf Milliarden Euro in der GKV. Bis Anfang Juli (und somit vor der Sommerpause) soll es zu einer Einigung kommen, um zumindest vier Milliarden einzusparen. Pharma-Paket, Begrenzung der Ausgaben bei Ärzten, Verwaltungsausgaben, Krankenhäusern stehen auf der Ausgabenseite, aber es wäre reines Wunschdenken anzunehmen, dass nicht auch an der Preisspirale gedreht wird. Die SPD rechnet nach Worten von Generalsekretärin Andrea Nahles mit Zusatzbeiträgen von im Schnitt 20 Euro im nächsten Jahr.

Die Differenz von sieben Milliarden soll zum einen durch weitere Bundeszuschüsse (zwei Milliarden) verkleinert werden, zum anderen sollen rund 1,15 Milliarden dadurch eingespart werden, dass der Herstellerabschlag für alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die zu Lasten der GKV abgegeben werden, von sechs auf 16 Prozent erhöht wird.

Wie heftig diskutiert wird, zeigt sich am Beispiel der Kopfpauschale (Gesundheitsprämie) – von der FDP vorgestellt, unter anderem von der CSU erfolgreich torpediert. Am morgigen Mittwoch gehen die Diskussionen weiter, dann steht noch ein Termin am 1. Juli auf der Tagesordnung.

Was heißt das für den Bürger? Für den kleinen Mann kann es nur darum gehen, selber vorzusorgen und entsprechende Zusatzversicherungen nach Bedarf abzuschließen. Denn weniger Leistung der GKV im Verbund mit steigenden Kosten, dieser Trend wird sich nicht (so schnell) umkehren lassen.

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