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Oben ohne – Cabrios stehen hoch im Kurs
Von Volker Tietz | 2.Juli 2010
Schönes Wetter wird überbewertet – zumindest, wenn man sich die Zulassungsstatistiken anschaut. Laut Autobild gingen die gesamten Neuzulassungen im Mai 2010 gegenüber Mai 2009 um 35 Prozent zurück, Cabrios und Roadster haben ihren Marktanteil hingegen von 3,6 auf 4,8 Prozent gesteigert. Maxda MX-5, VW Eos, Ford Focus CC, Peugeot 308 CC oder Renault Megane CC sind gefragt.
Wer ADAC Motorwelt liest, dürfte sich darüber nicht wundern, denn auch die Briten gelten als Cabriofans. Und spätestens seit den Tennis-Glanzzeiten von Steffi Graf und Boris Becker wissen wir, dass es im englischen Wimbledon auch im Sommer gerne regnet. In den vermeintlichen Sonnenländern wie Italien oder Spanien wird „oben ohne“ dagegen nicht so gerne genossen. Bei 40 Grad im Schatten ist Offenfahren auch überbewertet, zumal die Eintrittsbarriere für Langfinger ebenfalls sinkt.
In Deutschland zeigt sich hingegen das Cabrio als Statussymbol. Bezirke wie Starnberg oder München sind geprägt vom Freiluftvergnügen, der Osten der Republik fällt mit Bezirken wie Demmin, Neubrandenburg oder Görlitz deutlich ab. Da hilft es auch nicht, wenn der in Görlitz geborene Michael Ballack die Quote heben könnte.
P.S. (kleiner Exkurs): Es gibt auch einen Kicker namens Andreas Görlitz, Ex-Nationalspieler und mit einer Verletztenmisere ausgestattet wie einst Sebastian Deisler. Um sich als Rekonvaleszent die Zeit zu vertreiben, gründete er die Band „Room 77“, die sogar als Vorgruppe von AC/DC geschafft hat. Erstaunlich, aber schlecht sind die wirklich nicht …
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