Internetversicherer Ineas in Not – und unter Notverwaltung

Ein wenig skeptisch schaut die Dame schon, die im Bereich Service auf der Internetseite des Online-Versicherers Ineas abgebildet ist – zu Recht. Denn diesmal gibt es kein Werbesprüche, sondern harte Fakten.

Der Versicherungskonzern International Insurance Corporation (IIC) wurde unter Notverwaltung gestellt, weil der Konzern klamm ist. Rund 50.000 Versicherte sind laut der Verbraucherzentrale NRW betroffen, denen IIC in Deutschland die beiden Versicherungen Ineas und LadyCarOnline angeboten hat.
Eigentlich ist noch nicht viel passiert, möchte man meinen. Schließlich ist der Konzern (noch) nicht pleite. Dennoch ist Vorsicht angesagt: Tritt der Insolvenzfall ein, springt bei Haftpflichtschäden zwar der Insolvenzfonds der Versicherer ein, aber nicht bei Kaskoschäden. Im Klartext: Wer einem anderen ins Auto fährt, weil er eine Vorfahrt missachtet hat, bekommt seinen Schaden trotz einer Vollkasko-Versicherung nicht ersetzt. Oder der Diebstahl eines Radio-CD-Players wird nicht erstattet.
Verbraucherschützer raten daher dazu, die Verträge fristlos zu kündigen und zugleich auf eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu pochen. Anbei ein Musterbrief zur Kündigung.

Im nächsten Schritt sollt der Verbraucher nach einer neuen Versicherungsgesellschaft Ausschau halten, zum Beispiel hier: http://www.financescout24.de/versicherungen/autoversicherung.aspx.

Viel Erfolg und weiterhin gute (unfallfreie) Fahrt!

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