Porsche, Pool und PKV – Privilegien gehören zum Lebensstandard vieler Besserverdiener. Auch hinsichtlich des Versicherungsschutzes wollen sie das volle Programm. Die Privatversicherten genießen Sonderbehandlungen, ihre Assekuranzen profitieren von hohen Prämien. Doch was, wenn von den einst so solventen Kunden plötzlich nur noch offene Forderungen übrig bleiben? Fakt ist: Die PKV muss zahlen, wenn der Versicherte Notfallversorgung braucht – Schwangerschaften und Geburten inbegriffen. Egal ob der Beitrag gezahlt ist oder nicht.
Diese Regelung lässt die PKV-Gesellschaften sauer aufstoßen. Viele Nichtzahler und hohe Behandlungskosten schlagen sich negativ auf ihre Bilanzen nieder. Ein geplanter Spezial-Tarif soll den Karren aus dem Dreck ziehen. Er soll mit 100 Euro pro Monat unterhalb des Basistarifs liegen und fällig werden, wenn der ursprünglich vereinbarte Beitrag nicht mehr bezahlt werden kann. Lediglich Notfälle wären damit gedeckt.
PKV-weit werden 150.000 Nichtzahler verzeichnet. Erwartet werden Beitragsausstände – also offene Forderungen – in Höhe von 300 Mio. Euro bis Ende 2010!
Beamte, Selbständige und Angestellte mit einem Jahreseinkommen von über 49.950 Euro können in die PKV wechseln. Den Markt der 8.8 Mio. privatversicherten Bundesbürger teilen sich 64 PKV-Versicherer auf. Die Central lockte im Wettbewerb mit Dumpingpreisen, musste dann aber die Konsequenzen ziehen. Mittlerweile erhalten bestimmte Berufsgruppen wie Gastwirte und Kioskinhaber bei dem Kölner Unternehmen keinen Schutz mehr.
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