Depotvergleich
Weniger zahlen beim Onlinebroker
Für alle, die regelmäßig mit Aktien handeln, lohnt ein Onlinedepot. Online- oder Direktbroker glänzen mit niedrigen Order- und Depotgebühren, topaktuellen Infos und praktischen Analyse-Tools. Welcher Anbieter der Günstigste ist, hängt stark vom persönlichen Orderverhalten ab.
Fondsanteile und Aktien kauft Dirk Ehlers grundsätzlich online. „Meine Hausbank hat pro Order ein Prozent vom Kurswert verlangt, das war mir zu viel“, sagt der 41jährige Börsenfan. Tatsächlich können Privatanleger im Vergleich zum Filialservice der Banken und Sparkassen oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen, wenn sie ihre Wertpapierkäufe selbst per PC abwickeln. Doch auch bei den günstigen Online- und Direktbrokern lohnt ein genauer Blick ins Preisverzeichnis. Besonders aktive Anleger, die ihr Depot häufig umschichten und große Volumina handeln, fahren oft mit anderen Anbietern besser, als z. B. Aktionäre, die ihre Papiere jahrelang halten oder auch als Fondssparer, die regelmäßig kleinere Beträge in einen Sparplan investieren.
Wichtige Kriterien für Ihren persönlichen Anbieter-Check
Zunächst sollten Bankkunden also ihr persönliches Anlageverhalten und ihre Börsenpräferenzen möglichst genau analysieren. Im zweiten Schritt folgt dann der gezielte Gebührenvergleich.
Folgende Kostenpunkte sind dabei zu beachten:
Depotgebühren:
Für die Verwahrung der Wertpapiere kassieren viele Banken einen festen Prozentsatz vom Depotwert. Steigt der Wert der Aktien im Depot, kassiert die Bank also automatisch mit, ohne mehr dafür zu leisten. Fairer und zuverlässiger zu kalkulieren ist eine Pauschale. Noch besser ist eine Bank, die auf Depotgebühren komplett verzichtet.
Ordergebühren:
Üblich ist ein Prozentsatz vom Auftragswert, das Spektrum reicht dabei je nach Bank und Auftragsvolumen von 0,1 bis ein Prozent. Achtung Kleinanleger, oft gelten Mindestbeträge, die kleinere Orders überproportional verteuern! Viele Banken staffeln die Ordergebühren auch nach Auftragswert. Davon profitieren vor allem Anleger, die regelmäßig große Volumina handeln. Statt einer wertabhängigen Provision gelten teilweise auch feste Pauschalen, zum Beispiel 10 Euro pro Order. Ob sich das rechnet, hängt vom durchschnittlichen persönlichen Ordervolumen ab. Bei einem Auftrag über 1.000 Euro entsprechen 10 Euro Pauschale z.B. 1 Prozent, bei 5.000 Euro wären es nur noch 0,2 Prozent.
Fonds:
Fondsanleger sollten vor allem darauf achten, dass ihre Bank eine möglichst große Auswahl an Fonds zu reduzierten Ausgabeaufschlägen anbietet.
Zinsen: Guthaben auf dem Cash-Konto sollten zu einem attraktiven Zinssatz verzinst werden. In der Spitze sind laut Financescout24.de Zinsvergleich für Tagesgeld-Konten derzeit bis zu 3,0 Prozent drin.
28.08.2009


