Fondsgebundene Rentenversicherung

Spare, Spare, Zusatzrente

Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, kurz Fondspolice, profitieren Sie unmittelbar vom Aufwärtstrend am Aktienmarkt. Im Vergleich zu einer klassischen Privatrente winken langfristig deutlich höhere Renditechancen, und das bei überschaubarem Risiko.

Private Rentenversicherungen gelten als supersicher, bieten jedoch nur begrenzte Renditeaussichten. Bei Neuverträgen sind seit Januar 2007 nur noch magere 2,25 Prozent garantiert. Darüber hinaus zahlen die Gesellschaften ihren Kunden zwar auch noch einen Teil ihrer Gewinne aus. Doch weil klassische Rentenversicherer per Gesetz zu einer sehr konservativen Anlagestrategie verpflichtet sind, fällt der Zuschlag vor allem bei jüngeren Verträgen oft mager aus. Die Stiftung Warentest hat im Oktober 2006 den Anlageerfolg von Privatrenten der vergangenen drei Jahre unter die Lupe genommen: „Bei der Überschussbeteiligung haben wir aktuell eine Bandbreite von unter zwanzig Prozent Aufschlag auf die garantierte Rente bis zu über achtzig Prozent gefunden,“ bestätigt Testerin Susanne Meunier.

Fondspolice: Altersvorsorge mit Börsenchancen kombinieren
Deutlich höhere Renditechancen als eine klassische private Rentenversicherung bietet ein Fondsparplan. Das belegt nicht zuletzt der Blick in die BVI-Jahresstatistik. Wer beispielsweise in den letzten 20 Jahren jeden Monat 100 Euro in deutsche Aktienfonds investiert hat, kann sich heute über knapp 55.000 Euro freuen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7,6 Prozent. Über einen Zeitraum von 30 Jahren wurden aus den monatlichen Einzahlungen von insgesamt 36.000 Euro sogar knapp 176.000 Euro. Die Durchschnittsrendite liegt in diesem Fall bei stolzen 9,1 Prozent. Das erzielte Kapital muss sich der Fondsanleger im Gegensatz zum Rentenversicherungskunden jedoch selbst so einteilen, dass es möglichst bis ans Lebensende reicht.

Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung kombinieren Vorsorgesparer die höheren Renditechancen der Fondsanlage mit der lebenslangen Zahlungsgarantie einer klassischen Rentenversicherung. Fondsgebundene Policen investieren das Geld ihrer Kunden ausschließlich in Fonds. Zum Rentenbeginn wird das Kapital in eine lebenslange Rente umgewandelt, die fließt, auch wenn Sie mehr als 100 Jahre alt werden. Börsenkundige Versicherungskunden können sich ihr persönliches Fondsdepot selbst zusammenstellen. Wem dazu die Zeit oder die Erfahrung fehlt, der greift am besten zu einer gemanagten Fondspolice. Hier legen Sie nur Ihr Risikoprofil fest, ein Analyst oder ein mehrköpfiger Anlageausschuss sucht auf dieser Basis die passenden Fonds aus.

Für jeden Anlegertyp geeignet
Kunden, die sich für eine Fondspolice interessieren, müssen allerdings einkalkulieren, dass auch Verluste möglich sind. Im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung wird weder eine Mindestverzinsung noch der Erhalt des angesparten Kapitals garantiert. Das Anlagerisiko trägt der Versicherte somit selbst. Über einen langen Zeitraum ist das Verlustrisiko beim Fondssparen jedoch relativ gering. Wer bis zum Rentenbeginn allerdings nur noch wenige Jahre hat, sollte bei der Zusammenstellung des Fondsdepots verstärkt zu sicheren Investments wie beispielsweise Rentenfonds greifen. Alternativ ist auch die Anlage in sogenannten Garantiefonds möglich. Hier sind Verluste weitgehend ausgeschlossen, allerdings schmälert das Plus an Sicherheit auch die Gewinnchancen.

12.04.2007