Ein Muslim spült doch ab

Ein Unfallgeschädigter erhielt von der gegnerischen Seite keine Leistung für eine nötige Haushaltshilfe – die zuständige Sachbearbeiterin begründete dies mit dem muslimischen Glauben des Opfers, welcher ihm verbiete, im Haushalt mitzuhelfen. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet:

Was bisher geschah

Ein älterer Herr war mit dem Fahrrad unterwegs, wurde von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt: Schädel-Hirn-Trauma, ein Monat Koma und weitreichende Folgen des Unfalls bis heute. Die Versicherung des Unfallverursachers zahlte rund 90.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. Bis hier entspricht das der Standardabwicklung eines Verkehrsunfalls. Bizarr wurde es allerdings, als der Fachanwalt des Opfers zusätzlich einen Haushaltsführungsschaden geltend machte. So wird im Versicherungsdeutsch die Leistung genannt, die ein Geschädigter erhält, der aufgrund seiner Verletzungen im Haushalt auf fremde Hilfe angewiesen ist.

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“Neuer” Kodex: Die Vertreterzunft hängt an die große Glocke was für Online-Vermittler längst Standard ist

Auf Platz 1 der unbeliebtesten Berufe hält sich wacker der Versicherungsvertreter. Die landläufige Meinung ist, dass er seine Kunden austrickst und ihnen etwas aufschwatzen will.

Nun will die Versicherungsbranche etwas gegen den schlechten Ruf ihrer Vertreter tun. Ein Kodex soll nun retten, was die Branche mit der Art ihrer Provisionsanreize selbst vermasselt hat: das bereits vor der Finanzkrise geschwundene Vertrauen der Kunden soll wieder hergestellt werden.

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PKV-Sondertarif als Rettungsring für Bilanzen der Versicherer?

Porsche, Pool und PKV – Privilegien gehören zum Lebensstandard vieler Besserverdiener. Auch hinsichtlich des Versicherungsschutzes wollen sie das volle Programm. Die Privatversicherten genießen Sonderbehandlungen, ihre Assekuranzen profitieren von hohen Prämien. Doch was, wenn von den einst so solventen Kunden plötzlich nur noch offene Forderungen übrig bleiben? Fakt ist: Die PKV muss zahlen, wenn der Versicherte Notfallversorgung braucht – Schwangerschaften und Geburten inbegriffen. Egal ob der Beitrag gezahlt ist oder nicht.

Diese Regelung lässt die PKV-Gesellschaften sauer aufstoßen. Viele Nichtzahler und hohe Behandlungskosten schlagen sich negativ auf ihre Bilanzen nieder. Ein geplanter Spezial-Tarif soll den Karren aus dem Dreck ziehen. Er soll mit 100 Euro pro Monat unterhalb des Basistarifs liegen und fällig werden, wenn der ursprünglich vereinbarte Beitrag nicht mehr bezahlt werden kann. Lediglich Notfälle wären damit gedeckt.

PKV-weit werden 150.000 Nichtzahler verzeichnet. Erwartet werden Beitragsausstände – also offene Forderungen – in Höhe von 300 Mio. Euro bis Ende 2010!

Beamte, Selbständige und Angestellte mit einem Jahreseinkommen von über 49.950 Euro können in die PKV wechseln. Den Markt der 8.8 Mio. privatversicherten Bundesbürger teilen sich 64 PKV-Versicherer auf. Die Central lockte im Wettbewerb mit Dumpingpreisen, musste dann aber die Konsequenzen ziehen. Mittlerweile erhalten bestimmte Berufsgruppen wie Gastwirte und Kioskinhaber bei dem Kölner Unternehmen keinen Schutz mehr.

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Laufzeitverlängerung der AKWs: höhere Gewinne, höhere Strompreise!

    Längere Laufzeiten der Atommeiler sollen Energie günstig halten – eine Farce?
    Die zementierte Monopolstellung der Stromriesen verhindert sinkende Preise.
    Die Brücke, die ins Zeitalter erneuerbarer Energien führen sollte, bröckelt und belastet Generationen.

Was bisher geschah:

11. Juni 2001: Rot-Grün beschließt den Atomausstieg. Das damalige Monopol-Quartett (E.ON, RWE, EnBW und die norddeutsche HWE) erklärt sich einverstanden und verpflichtet sich, seine Kernkraftwerke bis 2022 Schritt für Schritt abzuschalten.

2000 bis 2010: Die Strompreise sind um rund 56 Prozent gestiegen.

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Immer mehr Franzosen wird das Gas abgedreht

Gut, dass der Sommer doch noch in Deutschland Einzug gehalten hat. Aber auch die Franzosen sind froh über jeden warmen Moment, an denen sie ihre Gasrechnung nicht weiter belasten. Denn innerhalb von zwei Jahren könnte sich die Zahl der Franzosen, die ihre Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, um das 30-fache auf 300.000 erhöhen!

Das ist ein Hammer, denn Frankreich spielt derzeit zwar nicht so gut Fußball wie wir, ist als Land aber dennoch mit uns vergleichbar. Und wenn dort rund 3,4 Millionen Haushalte inzwischen mehr als zehn Prozent ihrer Einkommen für Energie ausgeben, ist das ein alarmierendes Zeichen.

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