Ein Muslim spült doch ab

Ein Unfallgeschädigter erhielt von der gegnerischen Seite keine Leistung für eine nötige Haushaltshilfe – die zuständige Sachbearbeiterin begründete dies mit dem muslimischen Glauben des Opfers, welcher ihm verbiete, im Haushalt mitzuhelfen. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet:

Was bisher geschah

Ein älterer Herr war mit dem Fahrrad unterwegs, wurde von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt: Schädel-Hirn-Trauma, ein Monat Koma und weitreichende Folgen des Unfalls bis heute. Die Versicherung des Unfallverursachers zahlte rund 90.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. Bis hier entspricht das der Standardabwicklung eines Verkehrsunfalls. Bizarr wurde es allerdings, als der Fachanwalt des Opfers zusätzlich einen Haushaltsführungsschaden geltend machte. So wird im Versicherungsdeutsch die Leistung genannt, die ein Geschädigter erhält, der aufgrund seiner Verletzungen im Haushalt auf fremde Hilfe angewiesen ist.

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Sieg für PKV-Wechsler – aber nur auf den ersten Blick

Az: 8 C 42.09 – hinter diesen vermeintlich wirren Zahlen steckt Brisanz. Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem Musterprozess eine Hürde für wechselwillige Privatpatienten aus dem Weg geräumt. Beklagt wurde die Allianz, die von (Bestands-)Kunden, die in einen billigeren Tarif wechseln wollten, nun keinen Zuschlag mehr verlangen darf.

Hintergrund der Klage sind stark steigende Preise für ältere Versicherte in einer privaten Krankenversicherung. Kunden suchen daher verstärkt den Wechsel in einen günstigeren Tarif des Anbieters, da eine Aufnahme bei der gesetzlichen Krankenkasse zumeist ausgeschlossen ist.

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