Studien: Was bringt die Zukunft?

… oder: „Trau´ keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“

Redewendungen haben oft einen wahren Kern und gerade diese ist altbekannt. Wenn es um Studien geht, möchte man meinen, das Wörtchen „repräsentativ“ habe nur einen Sinn – nämlich die kontroversen Ergebnisse diverser Volksbefragungen glaubhafter zu machen. Andernfalls könnte man sich über manche Aussagen der Deutschen schon am Kopf kratzen.

Eine Befragung braucht einen Fragesteller und einen Befragten. Damit nicht Subjektivität die Antworten der Probanden beeinflusst, gibt es feste Regeln, namentlich die „Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung“. Sie sollen ein objektives und glaubhaftes Ergebnis rechtfertigen. Soweit zur Theorie. Dass das trotzdem nicht immer funktioniert oder – wenn man so will – nicht immer so funktionieren soll, zeigt der Vergleich zweier recht junger Studien über die Einschätzung der Deutschen zur wirtschaftlichen Situation. Entscheidend für das Ergebnis ist offensichtlich nicht nur wer die Studie angefertigt, sondern vor allem wer sie in Auftrag gegeben hat.

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Laufzeitverlängerung der AKWs: höhere Gewinne, höhere Strompreise!

    Längere Laufzeiten der Atommeiler sollen Energie günstig halten – eine Farce?
    Die zementierte Monopolstellung der Stromriesen verhindert sinkende Preise.
    Die Brücke, die ins Zeitalter erneuerbarer Energien führen sollte, bröckelt und belastet Generationen.

Was bisher geschah:

11. Juni 2001: Rot-Grün beschließt den Atomausstieg. Das damalige Monopol-Quartett (E.ON, RWE, EnBW und die norddeutsche HWE) erklärt sich einverstanden und verpflichtet sich, seine Kernkraftwerke bis 2022 Schritt für Schritt abzuschalten.

2000 bis 2010: Die Strompreise sind um rund 56 Prozent gestiegen.

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Immer mehr Franzosen wird das Gas abgedreht

Gut, dass der Sommer doch noch in Deutschland Einzug gehalten hat. Aber auch die Franzosen sind froh über jeden warmen Moment, an denen sie ihre Gasrechnung nicht weiter belasten. Denn innerhalb von zwei Jahren könnte sich die Zahl der Franzosen, die ihre Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, um das 30-fache auf 300.000 erhöhen!

Das ist ein Hammer, denn Frankreich spielt derzeit zwar nicht so gut Fußball wie wir, ist als Land aber dennoch mit uns vergleichbar. Und wenn dort rund 3,4 Millionen Haushalte inzwischen mehr als zehn Prozent ihrer Einkommen für Energie ausgeben, ist das ein alarmierendes Zeichen.

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Versorger-Quartett pokert bei der Brennelementesteuer

Das war nicht anders zu erwarten – die Energiekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW wollen notfalls gerichtlich gegen die Brennelementesteuer vorgehen. Am Mittwoch (23. Juni) trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den jeweiligen Vorstandschefs des Quartetts, schreibt die SZ.

Die Steuerpläne sollen erhebliche Rechtsfragen aufwerfen, heißt es aus Essen von RWE. Das mag alles stimmen und es ist auch nachvollziehbar, dass sich die Lobbyisten in Position bringen. Wer zahlt schon gerne jährlich mehr als zwei Milliarden Euro an zusätzlichen Abgaben? Kein Wunder, dass es schon heißt, die Dividende bei RWE könne gekürzt werden. Sollte die Steuer kommen, werden sich flächendeckend auch aus diesem Grund die Preise für die Verbraucher erhöhen – könnte ich mir zumindest vorstellen. Macht also weiterhin Sinn, Stromanbieter zu vergleichen.

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Sparen für Griechenland kurz vor der Fußball-WM

Ich bin überrascht. Nicht darüber, dass wir jetzt kräftig sparen sollen, aber dass laut Spiegel.de bei den Bundesbeamten sogar über eine Kürzung ihrer Bezüge um 2,5 Prozent diskutiert wird, finde ich erstaunlich. Die Staatsdiener werden sauer sein, wenn sie den nächsten Urlaub nicht im Ausland (z.B. Griechenland?), sondern aus Kostengründen in heimischen Gefilden verbringen müssen.

Noch erstaunlicher finde ich allerdings den Zeitpunkt der Sparklausur nur wenige Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Vor vier Jahren gab es am 16. Juni eine Sitzung, in der das Haushaltsbegleitgesetz 2006 verabschiedet wurde. Damals herrschte Kaiserwetter über der Republik, die WM im eigenen Land mit Chefplaner Franz Beckenbauer überstrahlte alles. Heimlich, still und leise beschloss die damalige Regierung die Erhöhung der Mehrwertsteuer (oder besser: Umsatzsteuer) von 16 auf 19 Prozent ab dem 1. Januar 2007. Uns war es egal, wir feierten nach Siegen im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica (4:2) und Polen (1:0) den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale und träumten mit den Sportfreunde Stiller vom ganz großen Triumph.

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