… oder: „Trau´ keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“
Redewendungen haben oft einen wahren Kern und gerade diese ist altbekannt. Wenn es um Studien geht, möchte man meinen, das Wörtchen „repräsentativ“ habe nur einen Sinn – nämlich die kontroversen Ergebnisse diverser Volksbefragungen glaubhafter zu machen. Andernfalls könnte man sich über manche Aussagen der Deutschen schon am Kopf kratzen.
Eine Befragung braucht einen Fragesteller und einen Befragten. Damit nicht Subjektivität die Antworten der Probanden beeinflusst, gibt es feste Regeln, namentlich die „Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung“. Sie sollen ein objektives und glaubhaftes Ergebnis rechtfertigen. Soweit zur Theorie. Dass das trotzdem nicht immer funktioniert oder – wenn man so will – nicht immer so funktionieren soll, zeigt der Vergleich zweier recht junger Studien über die Einschätzung der Deutschen zur wirtschaftlichen Situation. Entscheidend für das Ergebnis ist offensichtlich nicht nur wer die Studie angefertigt, sondern vor allem wer sie in Auftrag gegeben hat.
