Tagesgeld – lernt der Deutsche hinzu?

Die Quadratur des Kreis geht halt nicht: Sicherheitsdenken, finanzielle Flexibilität und hohe Zinsen bei der Geldanlage stehen in einem Spannungsverhältnis. Verzichten können die Deutschen scheinbar am ehesten auf hohe Zinsen, denn 42,2 Prozent der deutschen Anleger verfügen über ein Tagesgeldkonto. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Investor Marketing (http://www.investors-marketing.de/). Nach dem Sparbuch, das auf 59,4 Prozent kommt, ist das Tagesgeldkonto somit eine der beliebtesten Anlageformen in Deutschland.

Aber man kann es auch anders interpretieren. Die Deutschen kapieren so langsam, dass das gute alte Sparbuch ausgedient hat. In der Regel wird das Guthaben auf dem Sparbuch noch schlechter verzinst als auf dem umkämpften Markt für Tagesgeld. Dort buhlen die Anbieter teilweise mit Konditionen, die sich angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase durchaus sehen lassen können.
Entscheidend ist ja auch, welche Beträge wo geparkt werden. Sparbücher liegen bei mir auch noch rum, da sind wenige Pfennige drauf, die mit jahrzehntelange Zinsen (und Zinseszinsen) zu wenigen Cents mutiert sein dürften. Die Auflösungsgebühren dürften höher sein als die darauf vorhandene Einlage, daher werden sie weiter bei mir verstauben. Mehr Geld parke ich inzwischen auf dem Tagesgeld.
Hier die Spitzenreiter für Tagesgeld von FinanceScout24 im Juni mit den höchsten effektiven Zinsen:

Bei 5.000 Euro Einlage:
• 2,12 % p.a. – comdirekt Bank Tagesgeld PLUS
• 2,00 % p.a. – Bank of Scotland Tagesgeld
• 1,80 % p.a. – Postbank SparCard
• 1,76 % p.a. – S Broker Tagesgeldkonto
• 1,66 % p.a. – DKB Cash

Bei 50.000 Euro Einlage:
• 2,00 % p.a. – Bank of Scotland
• 1,80 % p.a. – Postbank SparCard
• 1,76 % p.a. – S Broker Tagesgeldkonto
• 1,66 % p.a. – DKB Cash
• 1,61 % p.a. – ING-DiBa Extra-Konto

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Sparen für Griechenland kurz vor der Fußball-WM

Ich bin überrascht. Nicht darüber, dass wir jetzt kräftig sparen sollen, aber dass laut Spiegel.de bei den Bundesbeamten sogar über eine Kürzung ihrer Bezüge um 2,5 Prozent diskutiert wird, finde ich erstaunlich. Die Staatsdiener werden sauer sein, wenn sie den nächsten Urlaub nicht im Ausland (z.B. Griechenland?), sondern aus Kostengründen in heimischen Gefilden verbringen müssen.

Noch erstaunlicher finde ich allerdings den Zeitpunkt der Sparklausur nur wenige Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Vor vier Jahren gab es am 16. Juni eine Sitzung, in der das Haushaltsbegleitgesetz 2006 verabschiedet wurde. Damals herrschte Kaiserwetter über der Republik, die WM im eigenen Land mit Chefplaner Franz Beckenbauer überstrahlte alles. Heimlich, still und leise beschloss die damalige Regierung die Erhöhung der Mehrwertsteuer (oder besser: Umsatzsteuer) von 16 auf 19 Prozent ab dem 1. Januar 2007. Uns war es egal, wir feierten nach Siegen im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica (4:2) und Polen (1:0) den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale und träumten mit den Sportfreunde Stiller vom ganz großen Triumph.

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Ticken wir noch richtig?

Sie geht ziemlich genau, aber genau das ist das Problem. Sie vermittelt Ohnmacht und lässt einen hilflos und kopfschüttelnd auf die wachsende Zahl von Problemen starren. Ich rede von der Schuldenuhr.

Unsere Staatsschulden steigen derzeit um 4481 Euro, in der Sekunde wohlgemerkt. Momentan sind wir bei 1,7 Billionen Euro. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, fragt nicht nur ein gewisser Jupp Schmitz.

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