Mahngebühren: Nicht immer muss gezahlt werden

Mahngebuehren-nicht-immer-rechtensWohl fast jedem ist es schon einmal passiert: Im hektischen Alltag hat man einfach völlig vergessen, eine Rechnung rechtzeitig zu begleichen. Der Schreck kommt meist dann, wenn die erste Mahnung in der Post ist – vor allem, wenn damit Mahngebühren im zweistelligen Bereich fällig werden. Viele Verbraucher zahlen diese Gebühren aufgrund ihres schlechten Gewissens widerspruchslos, statt sie noch einmal gründlich zu prüfen. Es existiert jedoch keine rechtliche Grundlage dafür, für Mahnungen generell Gebühren zu erheben.

Vor Mahngebühren steht der Hinweis auf den Zahlungsverzug

Lediglich der sogenannte Verzugsschaden ist in Paragraf 286 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) verankert. Hierzu zählen Kosten, die beim Eintreiben von Forderungen gegenüber säumigen Schuldnern entstehen. Allerdings muss ein Schuldner auf die fällige Forderung hingewiesen werden, bevor er tatsächlich mit seiner Zahlung in Verzug ist. Üblicherweise geschieht dies per Mahnung, die Form ist dem Gläubiger jedoch freigestellt, solang es sich um eine eindeutige Zahlungsaufforderung handelt. In Verzug gerät ein Schuldner also erst mit Erhalt der Mahnung. Dementsprechend hat er auch erst ab diesem Zeitpunkt die Kosten zu tragen, die dem Gläubiger beim Eintreiben seiner Forderung entstehen – und  nicht schon für die erste Mahnung.

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Bausparkassen kündigen Altverträge: Tipps

Bausparkassen-kuendigen-Altersvertraege-TippsIn der aktuell anhaltenden Niedrigzinsphase werden in der Vergangenheit abgeschlossene, gut verzinste Bausparverträge zu einer echten Last für Bausparkassen in Deutschland. Immer mehr Institute sprechen deshalb die Kündigung für alte Bausparverträge aus. Sogar Verbrauchern, die ihren Bausparvertrag noch nicht voll bespart haben, kann eine Kündigung drohen, berichtet „Die Welt“. Dies war bislang nicht möglich – als einzig zulässiger Kündigungsgrund galt, dass die Ansparsumme bereits erreicht sein musste. Sogenannten Langzeitsparern, die das Darlehen ohnehin nicht zur Baufinanzierung nutzen wollten, könnte also demnächst ein Kündigungsschreiben ins Haus flattern. Besonders häufig betroffen sind Kunden, die ihren Kredit nicht innerhalb von zehn Jahren nach der Zuteilung in Anspruch genommen haben. Damit stehen viele Verbraucher vor der Frage, was sie tun können.

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Bankschließfach mieten: Ist Inhalt versichert?

Bankschließfach-Inhalt-versichertWenn Sie bestimmte Wertgegenstände, wichtige Dokumente oder gar Bargeld nicht zu Hause aufbewahren möchten, ist das Anmieten eines Schließfachs bei einer Bank Ihres Vertrauens eine sinnvolle Option. „Die Nachfrage nach Bankschließfächern ist sehr groß und übersteigt manchmal das Angebot an freien Fächern“, zitiert Stiftung Warentest Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken. Das Magazin „Finanztest“ hat die Bankschließfach-Angebote von insgesamt 38 Banken untersucht und dabei festgestellt: Ein Versicherungsschutz für den in Schließfächern verwahrten Inhalt ist meist nicht automatisch gegeben.

Besteht Versicherungsschutz? In die AGB schauen

Wenn Sie ein Schließfach bei einer Bank mieten möchten, ist für Sie interessant zu wissen, dass sich die Jahresmiete zwischen 20 und 730 Euro bewegen kann. Entscheidend ist hierbei meist die Größe des Sicherheitsfachs – die kleinsten Fächer fassen nur etwa drei Liter, die größten 270 Liter. Zwar ist das Risiko eines Diebstahls aus einem Bankschließfach deutlich geringer als aus der heimischen Wohnung, dennoch sollten Sie beachten: Nur weil Sie eine Schließfachmiete entrichten, bedeutet dies nicht, dass Ihre Wertgegenstände im Fach auch automatisch versichert sind. Lesen Sie daher gründlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und prüfen Sie, ob in der Mietgebühr gegebenenfalls ein Versicherungsschutz enthalten ist. Die Umfrage von „Finanztest“ bei 79 Banken und Sparkassen hat ergeben, dass viele Banken keine Versicherung einschließen. Allerdings können Sie eine solche in der Regel direkt über das Geldhaus abschließen.

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Was tun bei Ärger mit der Stromrechnung?

Was-tun-bei-Aerger-mit-StromrechnungFür nicht wenige Verbraucher in Deutschland beschränkt sich der Kontakt mit ihrem Energieversorger auf das Empfangen von Gas- oder Stromrechnung und dem jährlichen Ablesen von Zählerständen. Weil dabei nicht immer absolut sorgfältig vorgegangen wird und einige Energieversorger diesen Umstand durchaus zu ihren Gunsten einzusetzen wissen, kommt es gelegentlich zu Unstimmigkeiten zwischen Kunde und Versorger. In solchen Fällen können Verbraucher sich an die Schlichtungsstelle Energie wenden, wo der Sachverhalt in einem kostenlosen Schlichtungsverfahren geklärt wird. Allerdings lassen sich viele der potenziellen Streitquellen recht einfach von vornherein ausschließen.

Viele Stromkunden sind bequem

Laut Daten der Bundesnetzagentur, welche der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) vorliegen, beziehen rund 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland ihren Strom von ihrem Grundversorger. Gut die Hälfte davon hat den im Vergleich teuren Grundversorgungstarif abgeschlossen und nicht in einen möglicherweise günstigeren Tarif gewechselt. Dabei könnten viele Verbraucher mit einem einfachen Stromvergleich günstigere Konditionen und auch preiswerte Ökostrom-Anbieter finden und ihre Stromrechnung so deutlich reduzieren. Auch in Sachen Stromabrechnung und Übermittlung des Zählerstandes sind Verbraucher häufig nachlässig. Energiekunden schenkten ihren Abrechnungen nicht genug Aufmerksamkeit und schauten häufig nur, ob sie eine Erstattung erhalten würden oder eine Nachzahlung leisten müssten, sagt Andrea Grimm von der Verbraucherzentrale Hamburg.

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Eigenheimfinanzierung mit niedrigen Bauzinsen

Niedrige-Bauzinsen-richtig-nutzenDie Bauzinsen sind so niedrig wie nie. Immer mehr Menschen in Deutschland kommen daher in Versuchung, eine Eigenheimfinanzierung aufzunehmen und den Traum von den eigenen vier Wänden Wirklichkeit werden zu lassen. In Kombination mit steigenden Löhnen und niedriger Inflation wird das Eigenheim immer erschwinglicher. Das bedeutet, dass Verbraucher einen immer geringeren Anteil ihres Einkommens für die Finanzierung eines Eigenheims aufbringen müssen und so deutlich leichter finanzieren können als noch vor einem Jahr. Doch auch eine vermeintlich leicht zu stemmende Finanzierungslast sollte genau geplant werden. Hier erfahren Sie, was es bei Baufinanzierungen im Zinstief zu beachten gilt.

Eigenheimfinanzierung wird immer zinsgünstiger

Laut Informationen der „Welt“ liegen die Bauzinsen seit Ende 2014 bei rund 2,15 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Berechnungen des Immobilienverbands Deutschlands (IVD) im Jahr 2000. Verbraucher mit einem Eigenkapitalanteil von 75 Prozent können bei einer Baufinanzierung mit einer zehnjährigen Laufzeit sogar auf Zinsen von unter zwei Prozent hoffen. Seit Ende 2013 bewegt sich die DGZF-Pfandbriefkurve, auf der die Bauzinsen basieren, kontinuierlich nach unten – die Bauzinsen sind in diesem Zeitraum um rund 10 Prozent gesunken.

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